Flitterjahr Liane & Florian

Wo stecken die beiden eigentlich gerade?

Kajaking im Abel Tasman Nationalpark

8. März 2012 | Allgemein, Neuseeland

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Zeit weiterzufahren! Wir lassen Picton hinter uns und fahren die Küstenstraße entlang in Richtung Westen, bis nach Nelson. Hier trinken wir einen Kaffee und fahren dann noch weiter bis nach Matueka, wo wir mit viel Glück noch ein Zimmer im Backpacker „Hat Trick Lodge“ genau gegenüber der Touri-Info bekommen. Die hatten uns nämlich nicht viel Hoffnung gemacht, da angeblich fast alles ausgebucht ist. Wir haben einige Prospekte mitgenommen und müssen uns nun noch für eine der angebotenen Touren in den „Abel Tasman Nationalpark“ entscheiden. Wir würden gerne Kajak fahren und auch wandern. Bei „Kaiteriteri Kajaks“ werden wir fündig. Wir rufen an und buchen die Zwei-Tages-Tour mit Übernachtung und Halbpension. Start morgen früh. Zum Abendessen kochen, bzw. grillen wir uns heute etwas Besonderes: frischen Lachs vom Grill mit feinem Gemüse. Bisher haben wir nämlich noch kein Restaurant gefunden, das für bezahlbare Preise gutes Seafood anbietet. Daher ist selber machen immer noch die beste und günstigste Alternative. Wenn es dann nicht schmeckt ist man zumindest selbst schuld! ;-)

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Um 8:00 Uhr fährt der Shuttlebus in das 15 km entfernte Kaiteriteri direkt vor unserm Hostel ab. Unsere Tour besteht aus einer Kajaktour heute und aus Wandern morgen. Am Strand von Kaiteriteri treffen wir den Rest unserer Gruppe und werden von Kajak-Guide Jasintha begrüßt. Sie sieht ein bisschen aus wie jemand den wir kennen und sie erklärt mit breitem Grinsen, kein Problem, wir dürfen sie auch gerne Julia nennen, wenn das einfacher für uns ist.  In unserer Gruppe sind noch ein österreichisches Pärchen, eine Deutsche  namens Tamara und zwei dunkelhäutige Mädels, die ziemlich verplant und mit einem unglaublichen Haufen Gepäck unterwegs sind. Nachdem wir unser Gepäck für die Übernachtung und das Wandern morgen in einem roten Sack verstaut haben, damit das Wassertaxi es zum Hostel bringt, kann es losgehen. Wir bekommen eine lustige Spritzdecke, die um die Hüften gebunden wird und Schwimmwesten. Dann steigen wir in ein Wassertaxi, hintendrauf werden noch 6 Zweier-Kajaks gestapelt und schon flitzen wir ca. eine halbe Stunde über das Wasser in Richtung Norden zum „Onetahuti Beach“. Die Kajaks werden abgeladen, Jasintha gibt uns eine kurze Einweisung, wie wir die Paddel zu halten haben und der Wasserschutz über den Einstieg des Kajaks gestülpt werden muss. Und natürlich, wie wir rauskommen, falls das Kajak kentern sollte. Das Wasser ist aber heute ganz ruhig und flach, daher dürften wir wohl keine Probleme bekommen, meint sie. Der Start vom Strand ist wie aus dem Bilderbuch und dann paddeln wir aus der Bucht hinaus, zur Insel „Tonga“, die wir einmal umrunden. Hier leben einige „New Zealand Fur Seals“ und momentan gibt es ganz viele junge Seelöwchen! :-) Wir sehen viele faul auf den Steinen liegen. Fotos machen ist ganz schön schwierig, weil das Kajak die ganze Zeit wackelt. Jasintha meint, so viele Seelöwen hat sie diese Saison hier noch nie gesehen. Cool, wir haben also mal wieder Glück! Weiter geht es am felsigen Ufer entlang bis zur „Bark Bay“, wo wir unsere Mittagspause machen. Es gibt leckere Sandwiches und zum Dessert Muffins und richtig guten Kaffee, sogar mit frisch aufgeschlagenem Milchschaum! Die Sonne kommt sogar etwas zum Vorschein. Ansonsten ist es auch ganz schön kühl, wenn man sich nicht bewegt. Während wir essen, fallen leider Scharen von Sandfliegen über uns her. Merken wir aber zu spät, da wir voll und ganz damit beschäftigt sind, die vielen Bienen von unserem Essen fernzuhalten. Während der Mittagspause hat sich das Wasser ganz schön zurückgezogen, der Strand ist nun fast doppelt so breit wie vorher. Wir verstauen wieder alles in den Kajaks und stechen wieder in See. In der nächsten Bucht verspricht uns Jasintha eine kleine Überraschung. Allerdings ist es doch eher eine große Überraschung, denn damit hätten wir nun echt nicht gerechnet: Ca. 20 m vom Ufer entfernt fischt sie das Ende eines Schlauchs aus dem Meer, aus dem Frischwasser sprudelt! Wir können alle mal probieren, es kommt von einer Quelle und ist dafür gedacht, dass sich die Segelschiffe hier ihren Frischwasservorrat wieder auffüllen können. Ist ja voll witzig! Wir fahren weiter zu einer ganz kleinen Inselgruppe. Hier sind auch noch mal einige Seelöwen zu sehen. An einer Stelle ist hinter ein paar flachen Felsen ein Wasserbecken, in dem acht Junge spielen. Oh Mann, sind die süß! Wir bleiben davor stehen und kucken zu. Je länger wir hier bleiben, desto neugieriger werden die kleinen Racker und desto näher kommen sie… Zwei ganz Vorwitzige trauen sich bis auf drei Meter heran und kucken uns mit riesigen Augen an! So cool! Leider müssen wir dann weiter, hier hätten wir mal wieder stundenlang zukucken können. Gegen späten Nachmittag erreichen wir dann „Anchorage Bay“ unser heutiges Ziel. Wir verabschieden uns von Jasintha und den beiden Ösis, die mit dem Wassertaxi wieder zurück nach Kaiteriteri fahren, während der Rest hier übernachtet und morgen wandern geht. Da mittlerweile die Sonne richtig scheint, machen wir einen Strandspaziergang und kucken den Oyster-Catchern zu, wie sie versuchen Muscheln zu knacken. Die schlauen Vögel machen dazu einen Sound, der den Austern vormacht, dass die Flut zurückkommt und dann öffnen sie sich ein Stück und dann schlagen die Vögel mit ihren spitzen, roten Schnäbeln zu. Später winken wir den Angestellten unseres Hostels zu und sie holen uns mit dem Dinghy am Strand ab. Unser heutiger Backpacker ist nämlich der „Aquapacker“ ein umgebautes Schiff, welches hier in der Bucht vor Anker liegt. Unsere Gastgeber sind Chris und Tatjana. Es gibt auch teure Doppelzimmer oben an Deck, aber die meisten Betten sind in zwei Dorm-Räumen unten in den Rümpfen untergebracht. Viel Kopffreiheit hat man hier im oberen Bett nicht gerade… von der Matratze zur Decke ist es gerade mal ein halber Meter! Genau das richtige für Florian, nun muss er sich nicht nur darüber Gedanken machen, nicht aus dem Bett zu fallen, sondern auch noch, dass er sich nicht den Kopf anschlägt, falls er nachts mal aufwacht. ;-) Wer mag kann noch einen Sprung ins Meer machen und dann hinten auf dem Schiff heiß duschen, oder alternativ gleich unter die heiße Dusche stehen. Chris hat schon den Grill angeworfen, denn zum Abendessen gibt es ein leckeres BBQ mit Rindersteaks und Lamm-Würsten, dazu selbstgemachte Salate und ein vegetarischer mexikanischer Auflauf. Und das Beste ist, daß man sich so oft holen kann, wie man mag! Wir sind auch ordentlich hungrig nach der Paddeltour heute. Nach dem Essen unterhalten wir uns noch ein bisschen mit Tamara, den beiden dunkelhäutigen Mädels, Fikilie (ursprünglich aus Simbabwe) und Satra (ursprünglich aus Domenica in der Karibik), beide seit Jahren wohnhaft in den USA und mit Jessica, einer Schweizerin, die heute hergewandert ist und morgen den gleichen Weg vor sich hat wie wir auch. Da wir alle hundemüde sind, verabschieden wir uns ins Bett, wo wir wider Erwarten echt gut schlafen können!

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Wir werden um 7:00 Uhr vom Generator geweckt, der anspringt um das heiße Dusch-Wasser zu produzieren. Zum Frühstück gibt es Toast mit verschiedenen Marmeladen und eine Art Cornflakes. Dann machen wir unser Gepäck wieder in den roten Sack, damit es vom Wassertaxi nach Marahau transportiert wird. Denn dorthin werden wir heute wandern. Zusammen mit Tamara und Jessica setzen wir im Dinghy über zum Strand, der wegen der Flut momentan nur einen Meter breit ist und laufen los zu den „Cleopatra’s Pools“, etwas mehr als eine Stunde Fußmarsch, hauptsächlich durch den Wald. Na, hoffentlich wird das nicht die ganze Wanderung so gehen, immerhin heißt der Weg „Coastal Walkway“, da sollte man doch annehmen, dass man etwas von der Küste zu sehen bekommt und nicht nur Wald und Gestrüpp! Die Pools sind ganz nett, laden aber aufgrund ihrer eisigen Temperatur eher nicht zum Baden ein. Wir laufen den Weg ein Stückchen zurück und biegen dann ab in Richtung Marahau. Ein Wegweiser verkündet, dass es noch  12,4 km bis dorthin sind. Um 17 Uhr fährt dort unser Shuttle-Bus, wir haben also massig Zeit. Zunächst geht es mal wieder durch dichten Wald. Wir denken schon, daß wir aus Versehen doch auf den Weg ins Innere des Nationalparks abgebogen sind, aber nach ca. 5 km kommen wir dann endlich mal an einem Strand vorbei. Bzw. am Hinweis, dass 200 m den steilen Weg runter die „Akersten Bay“ ist. Optimal für unsere Mittagspause! Wir setzen uns auf einen Baumstamm am Strand und kucken den Kajaks zu, wie sie gegen die hohen Wellen ankämpfend ihre Tour starten. Heute ist das Meer deutlich aufgewühlter als am Tag zuvor, überall sind Schaumkronen auf den Wellen zu sehen. Zum Glück müssen wir nicht heute paddeln! An der „Appeltree Bay“ machen wir nur ein paar Fotos und laufen dann weiter, damit wir nicht noch in Stress kommen und schlimmstenfalls den Bus verpassen. Aber wir sind mehr als eine halbe Stunde vor Abfahrt beim Office von Aqua-Taxi, unser Gepäck ist auch angekommen und wir können draußen in der Sonne etwas die schweren Beine hochlegen. Dabei stellen wir fest, dass unsere Beine und Füße total verstochen sind. Diese Sch… Sandfliegen! Die halbe Stunde Busfahrt schlafen wir schon fast ein, deshalb stehen wir im Hostel vor der Frage: Erst essen oder erst schlafen? Der Hunger gewinnt. Zum Kochen sind wir eh zu kaputt, aber wir finden an der Hauptstraße noch einen netten Inder – vielleicht sollten wir doch mal nach Indien gehen, Florian ist zur Zeit total verrückt nach indischem Essen!

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Hier das ganze Album:

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