Flitterjahr Liane & Florian

Wo stecken die beiden eigentlich gerade?

Wildes Afrika – ganz zahm

3. August 2011 | Allgemein, Südafrika

[fblike style=“standard“ showfaces=“false“ width=“400″ verb=“like“ font=“arial“]

Nach einem typisch südafrikanischen Frühstück (Rührei, Speck, Boerewors) machen wir uns am nächsten Morgen auf zum Augrabie Falls National Park. Der Wasserfall ist ganz schön, führt im Moment aber ziemlich wenig Wasser. Überall hocken die putzigen Dassies auf den Felsen und sonnen sich. Wir beschließen eine kleine Wanderung zu machen. Für den Klippspringer-Rundwanderweg sind 3,5 km angegeben, die benötigte Zeit ca. 3 – 4 h. Was??? Es geht zwar über Stock und Stein, ist aber eher ein gemütlicher Spaziergang, als eine Wanderung. Wir brauchen ca. 1,5 h. Manchmal verstehen wir die Zeitrechnung der Südafrikaner nicht so wirklich…

Da es noch relativ früh am Tag ist, entscheiden wir uns weiter in Richtung Port Elizabeth zu fahren. Wir erinnern uns an unseren gemütlichen Kaffee-Stopp in Britstown und daran, dass dort auch etwas von „Backpackers“ stand. Und tatsächlich, wir können es kaum glauben, ein Doppelzimmer für ca. 20 €, das ist doch mal ein richtiger Backpacker-Preis! Meistens kostet es doppelt so viel. Und echt schön ist es hier auch noch! Zum Abendessen gibt’s Büffet. Sieht sehr gut aus. Und schmeckt noch besser! Wow, das hätten wir hier nicht erwartet: Superleckere Quiches, frisches Gemüse, gegrillte Lammkeule und sogar ein Dessertbuffet. Total vollgefressen gehen wir schlafen.

Am nächsten Tag machen wir noch einen Zwischenstopp beim Mountain Zebra National Park. Die Burchell-Zebras, die wir bisher gesehen haben, haben Streifen in drei Farben: schwarz, weiß und braun. Die Cape Mountain Zebras hier haben nur schwarze und weiße Streifen. Der Bauch ist ganz weiß und sie haben lustige „Ringelsöckchen“. Wieder mal fahren wir gerade erst 5 min durch den Park als einige Zebras am Wegesrand eine Show für uns veranstalten, inkl. Schnauben und Wiehern. Hört sich an wie bei uns die Esel. Landschaftlich ist der Park wunderschön. Viele Berge und Wiesen. Die Blumen fangen auch gerade an zu blühen. Dann sehen wir etwas weiter entfernt ein hundeähnliches Tier. Schakal? Löffelfuchs? Nein. Der Schwanz sieht anders aus. Hmmm. Könnte ein Erdwolf sein?! Wir sind uns leider nicht 100% sicher, weil das Tier verschwindet, bevor wir ein Beweisfoto machen können… Wir sehen noch Schakale, Black Wildebeests, Strauße, Paviane, usw. Raphael ist auf der Suche nach einem Skorpion und hat überall fast jeden Stein umgedreht, bisher ohne Erfolg. Auch hier steigen die Jungs aus, was eigentlich nicht erlaubt ist, aber was soll‘s. Und Bingo! Unter dem ersten Stein den Florian umdreht sitzt gleich einer, allerdings noch ein Baby.

Zurück in PE wollen wir erst mal was essen, aber zuerst werden wir uns nicht einig auf was wir Lust haben und als wir’s dann wissen, hat das Restaurant zu (um 21:00 Uhr schon!). Um nicht ganz zu verhungern landen wir schließlich im McDonalds! :-(

Für den nächsten Nachmittag haben wir eine „River Safari“ mit Criss Cross Adventures auf dem Sundays River gebucht. Wir nutzen den Morgen und fahren nach Kirkwood zum „Daniell Cheetah Breeding Project“. Hier werden unter anderem verwaiste Geparden aufgezogen bzw. gezüchtet, die dann irgendwann ausgewildert werden. Wir können eine ganz zahme Gepardin namens „Ola“ streicheln. Es scheint ihr sehr zu gefallen, sie schnurrt wie eine Katze so schnurrt, aber eben um einiges lauter. Rrrrrrrrrrrrrr. Außerdem haben sie noch einen Serval und zwei junge Karakale in Pflege. Unser Highlight an diesem Tag sind aber definitiv die zwei 3 Monate alten Löwenbabys – Zira und Tau. So süüüüüüß! Die zwei Racker sind ganz schön aufgeweckt und absolut in Spiellaune. Zum Glück sind wir so früh da, wir können ungestört mit den beiden knuddeln. Tau hat wohl Hunger, er schnappt sich immer wieder unsere Daumen und fängt an zu nuckeln. :-) Zira knabbert an Lianes Schuhbändel, das wollten wir ja im QUIZ wissen…

Als wir uns verabschieden kommt gerade ein großer Bus voll Touris an. Nix wie weg! Weiter geht’s ins Addo Raptor & Reptile Centre. Auch hier bekommen wir fast zwei Stunden lang eine exklusive Führung. Hier werden verletzte und alte Tiere aufgenommen und gepflegt. Und wenn möglich später wieder ausgewildert. Wir dürfen Leopardgekkos und Schlangen in die Hand nehmen, aber natürlich nur die ungefährlichen! Die Klapperschlange, Puffotter, Cape Cobra und Albino-Königspython bleiben schön im Terrarium! Und es gibt lustige zahme Erdmännchen, die sich gerne von uns kraulen lassen. Ein paar faule Krokodile liegen in der Sonne herum, die kraulen wir lieber mal nicht! Außerdem gibt es ganz viele Eulen mit riiiiiiesengroßen Augen. Eine ist ganz zutraulich, setzt sich auf Lianes Schulter und knabbert ein bisschen an den langen Haaren. Einen großen Adler gibt’s auch noch. Dieser wurde lange in einem viel zu kleinen Käfig als Haustier gehalten. Er muss erst noch richtig fliegen lernen und er wird nie ausgewildert werden können, weil er keinerlei Raubtierinstinkte hat. Ein Kaninchen, welches sie einmal in sein Gehege gesetzt hatten, interessierte ihn überhaupt nicht. Echt traurig!

Hier das ganze Album:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.