Tempelkoller in Oaxaca
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Mit einiger Verspätung kommen wir in Oaxaca an und fahren mit dem Taxi in die Stadtmitte. Hier finden wir innerhalb fünf Minuten ein nettes kleines Hostel, die „Posada del Centro“, mit gemütlichem Innenhof. Wir laufen gleich wieder zum zentralen Platz, in Mexiko nun nicht mehr „Plaza de Armas“ sondern „Zócalo“ genannt. Hier ist einiges los, der Platz vor der Kathedrale liegt voll mit Geschenken, anscheinend werden diese dann an Heilige 3 Könige an die Kinder verteilt. Wir essen in einem kleinen Laden Tortas mit Chorizo und Käse, das ist unser absolutes Lieblingsessen hier: schnell, günstig und lecker! Zum Dessert finden wir eine „Crêperia“ und gönnen uns zwei Nutella-Crêpes. Sind aber nicht so lecker wie die Marquesitas, aber so langsam glauben wir, dass es die nur auf Yucatán gibt. Leider. Wir setzen uns in die Mitte des Platzes und beobachten Leute, bis uns aufgrund des Schlafmangels anfangen die Augen zufallen und wir den schnellsten Weg zurück zum Hostel nehmen.
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Heute wollen wir mit dem Bus nach Mitla fahren um dort die Ruinen anzukucken. Da es eine Stunde Fahrt ist, stehen wir früh auf und wollen mit dem Taxi zu der von der auf der Karte der Touri-Info eingezeichneten Haltestelle fahren. Der Taxifahrer meint aber, dass der Bus am Terminal für die zweite Klasse abfährt und fährt uns dort hin. Allerdings an die Rückseite des Terminals. Irgendwie kommt uns das Spanisch vor und wir fragen nochmal einen Polizisten. Der meint aber: Alles Quatsch, Abfahrt fünf Blöcke geradeaus und zwei Blöcke rechts! Na prima. Der Taxifahrer ist noch da und wir lassen uns von ihm kostenlos zur angegebenen Stelle fahren. Dort fahren auch haufenweise Busse, aber keiner in Richtung Mitla. Wir fragen einen Busfahrer. Ja, meint der, ein Stückchen weiter die Straße runter sollen wir uns hinstellen. Okay. Aber es kommt wieder kein Bus der für uns passt. Also fragen wir noch einen Busfahrer. Der meint wieder, dass der Bus am Terminal der zweiten Klasse abfährt. Was denn nun? Zwischendurch stärken wir uns mit einer heißen Schokolade von „Chocolate Mayordomo“, die ist ganz berühmt in Mexiko. Nachdem noch zwei Busfahrer das Terminal der zweiten Klasse genannt haben, laufen wir wieder dorthin, finden nach ewigem Suchen den Eingang. Wir fragen eine Frau an einem der Schalter, sie deutet ums Eck zu einem Ausgang. Und tatsächlich! Da steht der Bus nach Mitla! Wir können unser Glück kaum fassen und machen gleich mal ein Foto. Der Busfahrer grinst nur, als wir ihm sagen, dass wir jetzt eine Stunde unterwegs waren um den Bus zu finden und meint: „Loco!“ – Verrückt! Ja, so kann man’s auch sagen. Wir steigen ein und 5 min später fährt der Bus los. Eine Stunde später sind wir dann endlich in Mitla. Von hier müssen wir noch ca. ein Kilometer laufen. In Mitla gibt es einige Bauten präkolumbischen Stils. Gegründet ca. 200 n. Chr.von den Zapoteken, wurde die Stadt später dann unter mixtekischem Einfluss wichtiges Kulturzentrum. Die Ruinen befinden sich alle mitten im Dorf, verteilt auf 5 mehr oder weniger auseinanderliegenden Gruppen, der Eingang befindet sich direkt hinter der unscheinbaren Kirche. Dieses Mal müssen wir nur einmal Ticket kaufen und nicht wie bisher zweimal bezahlen. 84 Pesos (ca. 5 €). Liane hält der gelangweilten Kassiererin einen 200 Peso-Schein hin. Sie kuckt drauf und meint, dass sie uns nicht rausgeben kann. Was?!? Da sich die Dame nicht weiter rührt, fragen wir sie, ob der Eintritt dann eben frei ist? Nein, das natürlich auch nicht. Aber wir dürfen durch, weil ihr Kollege am zweiten Eingang ein paar hundert Meter weiter bestimmt Wechselgeld hat. Okay. Los geht’s bei der „Grupo de las Columnas“. Die Ruinen sind recht überschaubar, das einzig erwähnenswerte sind umlaufende Reliefs, die ziemlich gut erhalten sind. Die ältesten Gebäude sind wohl von 200 n. Chr. und im präkolumbischen Stil erbaut. Der Kontrolleur am Eingang vor der nächsten Gruppe hat auch kein Wechselgeld. Na wunderbar. Ein alter Mann der noch bei ihm rumsteht, gibt ihm ein paar Scheine, aber damit kommen wir auch erst mal nicht weiter. Also müssen wir wieder zurück zur Kasse, die zwei Angestellten kramen aus ihren Geldbeuteln das restliche Wechselgeld zusammen. Sachen gibt’s! Bei der zweiten Stätte, der „Grupo del Sur“ gibt es zwei Grabkammern, in die man hineinkrabbeln kann. Florian tritt nach zwei Metern wieder den Rückzug an. Hier treffen wir noch auf die einzigen anderen beiden Touristen, die sich hierher verirrt haben. Schließlich wollen wir noch die zwei anderen Gruppen besuchen, aber es gibt leider keine Schilder und eine Übersichtskarte zu kopieren und an der Kasse auszulegen ist anscheinend noch niemandem eingefallen. Nach einiger Suche und Nachfrage bei zwei Einheimischen, die nicht wissen, was wir meinen, laufen wir kopfschüttelnd zurück Richtung Hauptstraße und kommen wieder an einer kleinen Ruinenstätte vorbei, die wir auf dem Hinweg zwar gesehen, aber ignoriert haben, da sie uns mehr nach Steinmauer als nach Tempel aussah. Tatsache! Das ist die gesuchte „Grupo del Arroyo“! Der vierten „Grupo de los Adobes“ sehen wir schon von weitem an, dass es sich nur um einen verfallenen Steinhaufen handelt. Um den Tag doch noch zu retten, fahren wir mit einem Moto-Taxi zu „El Mitleno – Destilado de Maguey“, einer „Mezcal-Destillerie“. Hier wird aus Agaven Schnaps gebrannt. Je nach Agavenart, Zubereitung und Lagerung variiert die Farbe, der bekannteste Mezcal ist… natürlich der Tequila! Dieser wird aber nur aus einer bestimmten Agaven-Art und nur rund um die Stadt Tequila hergestellt. Wir starten im Verkostungsraum, wo wir ein bisschen durchprobieren dürfen. Wir testen den puren Schnaps, mit den für Mezcal typischen 40% Alkohol. Zum Glück ohne den „Wurm“ der oft in den Mezcal-Flaschen schwimmt. Wobei das eigentlich eine Mottenraupe ist. Was das Ganze aber auch nicht besser macht, eklig ist es so oder so! Dann versuchen wir noch verschiedene Mischungen mit Kaffee, Minze, Mandeln, Maracuja, usw. Anschliessend bekommen wir von einem der Arbeiter erklärt, was die einzelnen Schritte sind, allerdings auf Spanisch und wir verstehen beim besten Willen nicht, warum sie in einem Loch im Boden Holzkohle herstellen!?! Denn den Ofen feuern sie jedenfalls mit dicken Ästen an. Wir lesen später im Internet nach, dass in dieser Grube die ananas-förmigen Kerne der Agaven zunächst „gekocht“ werden. Später werden sie mit einem durch 1 PS angetriebenen Mühlstein dann zermahlen. Die wässrige Pampe, die dabei entsteht, gärt dann in großen Bottichen ein paar Tage vor sich hin und wird dann zweimal destilliert. Nach dem ersten Mal ist der Alkoholgehalt noch zu gering, dafür beim zweiten Mal oft über 80%. Dann wird wohl mit Wasser verdünnt. Diese Tatsache hat der Arbeiter aber auch nach dreimaligem Nachfragen energisch verneint! Oder er hat uns nicht verstanden. Aber was ist an der Frage „Se vende mixto con agua?“ (Wird mit Wasser gemischt verkauft?), während wir mit dem Finger auf seinen 80%-Kanister deuten, falsch zu verstehen?! Hmm. Als wir uns schließlich an die Straße stellen um auf den Bus zurück nach Oaxaca zu warten, haben wir mal wieder Glück und er kommt schon nach 5 Minuten! Zurück in der Stadt essen wir gut gewürzte Tortas und machen dann eine späte Mittagspause. Dann sind wir gerade in Bilder-Sortier-Laune und legen gleich los die Fotos für den nächsten Blog-Bericht rauszusuchen. Gegen 20:00 Uhr haben wir Hunger und wir gehen zum „Nid Noi Nah Thai“. Den haben wir zufällig entdeckt und der sah echt gut aus. Die Besitzerin und Köchin ist aus Thailand, sollte also authentisch sein. Die Portionen sind zwar recht klein, aber gut! Als wir zurückkommen ist die Kreuzung neben dem Hostel mit Autos gesperrt und viele Leute stehen auf einem Fleck und reden laut und hektisch miteinander. Florian geht gleich mal hin und fragt was da los ist: Gaaaaanz großes Problem zwischen 2 Clans, bzw. sie sind sich uneinig, wer welche Marktstände auf Straße wo aufstellen darf. Diese Art Konflikte zu klären ist Als wir nach zwei Stunden nochmal schauen, ist die Diskussion immer noch im Gang. Gerade in Oaxaca gibt es viele alte Gebräuche und Gewohnheiten. Daher ist es wohl nicht selten, dass Unstimmigkeiten und Streitereien zwischen den Betroffenen offen auf der Straße geklärt werden.
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Mit viel Glück und einem sehr eifrigen Travel-Agency-Mitarbeiter, der uns schnell ein paar Straßen weiter führt, müssen wir nur 2 Minuten auf den Bus zu der Ruinenstadt Monte Albán warten. Diese liegt ca. 10 km von Oaxaca entfernt auf einer künstlich abgeflachten Bergkuppe auf 2.000 m ü. M. und war das religiöse Zentrum der Zapoteken. Die Blütezeit liegt wohl zwischen 300 und 900 n. Chr., wobei die erste Besiedlung schon im 8. Jahrhundert v. Chr. begann. Hier lebten über 30.000 Menschen. Wir laufen zuerst durch das Museum und kucken uns dann die Ruinen an. Die erste Ruinenstätte, die wir zu sehen bekommen, war ein Spielfeld, in dem ein mesoamerikanisches Mannschafts-Ballspiel gespielt wurde, zum Teil wurden so auch Streitigkeiten geschlichtet. Der Hauptplatz misst etwa 300 x 200 m und um diesen herum befinden sich verschiedene Pyramiden, Tempel und Gräber. Es gibt viele Reliefs und Hieroglyphen zu sehen. Wir schauen uns in Ruhe alles an, zum Teil kann man sogar auf die Pyramiden hochsteigen und hat einen tollen Blick über das Gelände und auf die Stadt Oaxaca. Als wir zum Ausgang kommen, ist der halbstündliche Pendel-Bus gerade bereit zur Abfahrt. Zurück in Oaxaca laufen wir noch durch den „Mercado 20 de Noviembre“ und essen in der Fressgasse bei „Carnes Asadas Irving“ ein leckeres Asado, bestehend aus Tortillas, verschiedenen, hauchdünn geschnittenen Fleischsorten, Chorizo und Nopales-Salat, einem ziemlich scharfen Salat aus einer Kaktusfrucht. Dann holen wir unser Gepäck im Hostel und machen uns mit dem Taxi auf zum Busterminal um nach Puebla zu fahren. Die Fahrt dauert ca. 4 ½ h. Hier angekommen nehmen wir, wie überall empfohlen wird ein „sicheres“ Taxi. Ist alles geregelt mit Warteschlange und direkt am Schalter bezahlten Tickets für verschiedene Entfernungen. Das hatten wir bis jetzt noch nie! Normalerweise haben wir einfach vor dem Terminal ein Taxi angehalten, damit haben wir uns noch nie unsicher gefühlt. Aber Puebla ist ja auch die viertgrößte Stadt Mexikos mit 1,5 Mio. Einwohnern. Die Fahrt nach Downtown dauert daher auch fast 30 Minuten. Wir kucken drei direkt nebeneinander liegende Hostels an und entscheiden uns für das „Santo Domingo“, ein schönes altehrwürdiges Gebäude mit Café im Atrium und einer Galerie von der die Zimmer abgehen. Ist ein bisschen teurer als die heruntergekommenen Hotels außen rum, aber dafür haben wir nun ein schönes Zimmer mit eigenem Bad und Frühstück. Da wir echt hungrig sind, laufen wir in Richtung „Zócalo“, im Stadtzentum. Aber schon nach zwei Straßenblöcken finden wir eine kleine Mall, in der noch ein Restaurant offen hat. Es ist ein Burger-Restaurant, das „VIPs“, das verspricht schnelles und günstiges Essen. Schnell geht’s, günstig ist es nicht gerade, aber immerhin schmeckt es einigermaßen und wir sind satt und können schlafen gehen…
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Hier das ganze Album:
Hihi, bei den Fiffi-Blumensträußen mußte ich zweimal hinschauen. Witzig! Und der Weihnachtsmann macht jetzt auch bei den Heiligen Drei Königen mit.. wieder was dazugelernt..
Wo steckt ihr denn gerade so genau? Noch Neuseeland? Wo gehts denn danach hin?? Ihr habt ja noch *schnellnachguck* 2 Monate 25 Tage 22 Stunden und 23 Minuten…
Grüßle Silvia