Preisschock in Auckland
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Heute geht’s von Bord, wir sind in Auckland angekommen! Nach dem letzten ausgiebigen Frühstück packen wir fertig und verlassen das Schiff. Wir gehen noch kurz bei Lars Gröning vorbei, dem Restaurantleiter. Da er ein bisschen aussieht wie Popeye und Florian ja meint, dass Liane ein bisschen aussieht wie dessen Freundin Olivia, wollen wir noch ein Abschiedsfoto machen. Dabei erzählt er uns, dass sich zwei Leute bei ihm beschwert haben, weil „der junge Mann (also Florian) immer mit Mütze ins Restaurant kommt!“ Seine Antwort darauf war dann wohl, dass sie im „Knigge“ nachlesen können, dass Kopfbedeckung im Restaurant vollkommen in Ordnung ist. Das Problem dabei ist nur, dass die meisten Passagiere den Knigge vermutlich nicht kennen, sonst wüssten sie ja wie man sich benimmt! Joe Liemberger steht natürlich am Ausgang um den abreisenden Gästen eine gute Weiter-oder Heimreise zu wünschen, was einige dazu nutzen sich noch mal bei ihm über Kleinigkeiten zu beschweren… Da wir uns höchstens über die meckernden Passagiere beschweren könnten, verzichten wir auf die persönliche Verabschiedung und gehen von Bord. Direkt am Hafen beginnt das Stadtzentrum. Hier finden wir auch recht schnell eine Unterkunft, den Queen Street Backpackers, welcher zwar relativ teuer ist, aber dafür sehr zentral liegt. Nach der kurzen Nacht machen wir erst einen verdienten Nachmittagsschlaf, bevor wir im Food-Court eine Kleinigkeit essen gehen. Vorher machen wir aber noch einen Abstecher in eine Apotheke. Nicht weil wir krank sind, sondern weil wir uns wiegen wollen! Nach 3 ½ Wochen mit bis zu 5 Mahlzeiten pro Tag, zum Mittag- und Abendessen meistens 5 Gänge oder mehr, sind wir echt neugierig, wie viel wir uns in der Zeit auf See angefuttert haben. In Puebla hatten wir uns ja extra vorher noch gewogen. Es ist wie wir erwartet haben – Florian hat 4 Kilo mehr, Liane 3 Kilo. Naja, da wir in Neuseeland wieder mehr Bewegung haben werden, nicht weiter tragisch! Daher gehen wir zum Abendessen gleich einen Burger essen. Direkt vor unserem Hostel ist ein Imbiss in einem alten weißen Trailer untergebracht, auch „White Lady“ genannt, in dem es seit 1948 traditionell Burger für die Nachtschwärmer gibt. Geöffnet ist ab 19:00 Uhr bis frühmorgens. Drinnen ist ein Schild auf dem die Anzahl der bisher verkauften Burger steht. Unsere werden Nr. ??? und Nr. ???.
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Der nächste Tag wird zum Arbeits-Internet-Tag. Kostenloses Internet gibt es in Neuseeland wohl nur in öffentlichen Bibliotheken und einigen Cafés, aber auch nur mit Zeit- bzw. Volumenlimit. In den Backpackern kassieren sie für Internet ganz schön ab. Zwischendurch relaxen wir ein bisschen im Albert-Park. Hier treffen wir noch mal Joe Liemberger mit Freundin. Da wir auf dem Schiff ja keine Gelegenheit mehr hatten uns zu verabschieden, tun wir es jetzt und wünschen ihm weiterhin viel Spaß mit den Meckerern an Bord. Er verdreht die Augen und meint, dass er manchmal schon gern jemand über Bord schmeißen würde. Und das es so schlimm ja nicht sein kann, da viele die ständig am Motzen sind, trotzdem immer wieder auf Kreuzfahrt mit der Albatros gehen… Nachdem wir abends im Food-Court noch was gegessen haben, gehen wir zum Hafen um der Albatros beim Auslaufen zuzusehen und uns endgültig von den nörgelnden Möchtegern-Weltreisenden zu verabschieden. Zum Glück sind wir die los!!!
Da das Zimmer doch etwas schmuddelig und nachts auch laut ist und wir nur einen Mini-Rabatt bekommen würden, wenn wir noch 4 weitere Nächte bleiben, ziehen wir in den „Base Backpackers“ um, ein riesiges Hochhaus mit über 300 Betten. Wirklich gefallen tut’s uns nicht, aber wir kriegen eine Nacht for free und es ist sauber. Bei umgerechnet fast 45 € die Nacht lohnt sich der Aufwand. Auf dem Weg dorthin kaufen wir noch im Supermarkt ein. Auch hier trifft uns erstmal der Preisschock. Nicht nur die Unterkünfte hier sind echt teuer, sondern auch die Lebensmittel. Selberkochen ist hier nicht wirklich eine günstige Alternative zum Essen gehen. Fleisch ist teurer als in Deutschland, Obst und Gemüse erst recht. Eine mickrige Paprika und eine Stange Lauch für jeweils 2 €, eine 1,5 l-Cola für 3 €. Alter Schwede! Die Neuseeländer argumentieren natürlich damit, dass wir ja auf einer Insel sind und alles soooo weit importiert werden muss… Das kann ja heiter werden! Wir gehen später noch mal zum „Queensroad Backpacker“, weil die auch Mietwagen zu einigermaßen guten Preisen haben. Tom, der Besitzer, ist nun auch da und er bedauert es sehr, dass wir umgezogen sind. Er hätte uns gern noch dabehalten. Zum Trost kriegen wir von ihm zwei Bier spendiert und das Auto zu einem unschlagbaren Preis vermietet. :-) Abends gibt es eine Party in der zum „Base Backpackers“ gehörenden „Globe-Bar“, mit Happy Hour. Es ist echt unglaublich. Wir sind mit einigem Abstand die Ältesten! Die meisten sind geschätzt unter 20, aber aufgetakelt ohne Ende. Der „Höhepunkt“ des Abends ist dann ein „Wet-T-Shirt-Contest“, bei dem die Siegerin 150 NZD gewinnen kann. Sechs Mädels machen mit, drei aus NZ, eine aus Polen, eine aus Spanien und eine aus Australien. Wir sind ja auf einiges gefasst, aber das was sich die nächsten Minuten in dieser Bar abspielt, ist echt der Hammer. Von wegen „Wet-T-Shirt-Contest“, das ist die reinste Porno-Show mit wildem Geknutsche und Gefummel auf der Bühne. Am Schluss ist von den T-Shirts auch nicht mehr viel übrig. Wir sind echt etwas geschockt, wie die Teenies hier abgehen! Absolut krass!
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Nach drei eher ruhigeren Tagen starten wir heute mit der Erkundung Aucklands. Als erstes fahren wir im Sky-Tower, mit 328 m das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre, bis in den 60. Stock hoch. Hier hat man einen 360°-Blick über ganz Auckland. Der Boden ist teilweise aus Glas, nix für Leute mit Höhenangst. Ganz Verrückte machen den „Sky-Jump“ vom Tower oder laufen in 193 m mit einer Leine gesichert einmal außen rum, nennt sich dann „Sky-Walk“. Danach fahren wir mit der Fähre nach Devonport, einem kleinen Stadtteil von Auckland, der direkt gegenüber dem Hafen liegt. Nach 10 Minuten sind wir schon drüben und laufen zuerst auf den Mount Victoria, von dem man einen tollen Ausblick über die gesamte Bucht hat. Überall kreuzen größere und kleinere Segelboote zwischen mächtigen Container-Schiffen. Nach einer kurzen Pause geht es durch kleine Straßen mit schmucken kolonialen Häusern auf den „North Head“, einem weiteren Aussichtspunkt. Hier gibt es ein kleines Museum, welches die Geschichte der jahrelangen militärischen Nutzung der kleinen Halbinsel erzählt, unter anderem gibt es noch einen Bunker und eine alte „Disappearing Gun“, die immer noch oben auf dem Hügel steht, weil sie zu schwer zu demontieren gewesen wäre. Der Beamer gibt gerade als wir den Film kucken wollen den Geist auf, also nix wie weg! An der „Cheltenham Bay“ ist gerade Ebbe und wir laufen am Strand entlang und schließlich zurück zum Pier. Zurück in der Stadt gehen wir im Food-Court chinesisch essen. Dann müssen wir nochmal bei Tom vorbei um den Mietwagen zu bezahlen. Dafür kriegen wir von ihm natürlich wieder ein Bier spendiert. Als es schließlich dunkel wird, können wir mit unserem Ticket ein weiteres Mal auf den Sky-Tower hochfahren, um Auckland auch noch bei Nacht zu bewundern.
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Eigentlich wollten wir heute in „Kelly Tarltons Arctic Encounter und Aquarium„, waren uns aber nicht ganz sicher, ob es den hohen Eintritt wert ist. Ein kurzer Blick in den TripAdvisor bringt uns dann endgültig davon ab: Klein und wenig spektakulär, eher was für Kinder. Wir sparen das Geld lieber für unseren nächsten Tauchgang, da haben wir mehr davon! Nachdem wir den Tag mit Reiseplanung und Blog-Arbeiten im Internet verbracht haben, machen wir einen Spaziergang am Hafen entlang, hier sind schicke Restaurants und ganz am Ende des Hafens gibt ein kleines Fest mit einigen Essenständen. Richtig leckere Sachen eigentlich, allerdings auch wieder ziemlich teuer. Nix zum mal kurz alles durchprobieren für ein paar Euro, wie wir das mittlerweile von Essensständen gewohnt sind! Trotzdem ist einiges los, viele Auckländer haben Picknick-Decken mitgebracht und sitzen gemütlich auf der Wiese. Wir probieren eine Paella mit Fisch und Meeresfrüchten und schlendern dann zurück in Richtung Innenstadt und bewundern die eleganten Segelyachten.
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Früh aufstehen ist angesagt! Um 7:30 Uhr geht die „Early Bird“-Fähre nach Rangitoto Island, einem kleinen Inselchen direkt vor Auckland, welches vulkanischen Ursprungs ist. Eine knappe halbe Stunde dauert die Überfahrt. Wir laufen sofort los gegen den Uhrzeigersinn um die Insel herum, den Coastal Walk, der allerdings nach einem Kilometer eher zum Waldwanderweg ohne Aussicht wird! Nach fast 5 km kommen wir an einem geschützten Hafen, in dem viele Segelboote liegen. Von hier ist es eine gute Stunde Fußmarsch bis zum höchsten Punkt der Insel. Am Wegrand finden wir überall Tierfallen in Holzkästen mit einem Ei und Käse drin. Damit soll die „Pest“ eingefangen werden. Im diesem Fall sind das Ratten und Possums, auf Deutsch „Kusu“, die sich mit Vorliebe über die einheimischen Laufvögel und deren Gelege hermachen. Der „Kusu“ ist ein nachtaktives Beuteltier, welches nach Neuseeland eingeschleppt wurde um es wegen seines Pelzes jagen zu können. Leider haben sich die Viecher hier dann explosionsartig vermehrt. Anscheinend wurden auf Rangitoto schon über 10000 eingefangen. Zwischendurch fängt es auch noch an zu regnen. Wir stehen zum Schutz unter einen Baum, nach 5 Minuten hört es auf und es kommt sogar die Sonne ein bisschen zum Vorschein. Oben ist richtig was los, eine große Gruppe Au-Pair-Mädchen machen anscheinend einen organisierten Ausflug um sich gegenseitig kennen zulernen, die meisten kommen aus Deutschland und schnattern aufgeregt durcheinander. Na prima… Die Aussicht lässt auch sehr zu wünschen übrig, einmal reißt die Wolkendecke etwas auf und man kann die Skyline von Auckland erkennen. Wir machen uns an den Abstieg, damit wir die nächste Fähre nicht verpassen. Zum Essen gehen wir heute in einen anderen Food-Court in einem Einkaufszentrum am Hafen. Beim Chinesen gibt es gerade ein Feierabend-Sonderangebot das wir einfach nicht ausschlagen können…
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Hier das ganze Album: