Safari im Krüger-Nationalpark
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Zanzibar ade – wir fliegen mit Zwischenstopp in Nairobi weiter nach Südafrika, dabei überfliegen wir den Kilimanjaro. Leider läuft alles nicht so problemlos wie geplant. Eigentlich fängt alles sehr vielversprechend an, nachdem wir am Airport in Sansibar-Stadt (nachts um halb 3!) sogar mit Handschlag begrüßt werden. Aber dann… unendliche Geschichte – 2x wurde der Flug ganz gecancelt, 2x „nur“ verschoben, dazu eine unfreiwillige Übernachtung auf Airline-Kosten in Nairobi. Nachdem wir also einen ganzen Tag später endlich in Johannesburg gelandet sind, übernehmen wir unseren Mietwagen für die nächsten 50 Tage, einen fast neuen weißen Toyota Corolla, der aber wenn’s bergauf geht gerne ein paar Pferdchen mehr unter der Haube haben könnte…
Wir fahren gleich raus (Achtung Linksverkehr!) aus der Stadt in Richtung Krüger-Nationalpark. Als es dunkel wird (schon um 17:30 Uhr!) suchen wir uns ein B&B in Belfast. Vermutlich der kälteste Ort, den es in Südafrika gibt! Den undichten Gasofen klemmen wir nach 1 Minute gleich wieder ab, sonst hätten wir die Nacht vielleicht nicht überlebt. Aber zum Glück entdecken wir die kleinen Regler neben dem Bett für die Heizdecken, sonst wären wir wohl zusätzlich auch noch erfroren! Über die Panorama Route geht’s am nächsten Tag weiter bis nach Graskop, leider bei kaltem Regenwetter. Zum Glück finden wir den schönen Backpacker „Daan’s Place“, wo Daan uns mit einem richtig guten heißen Kaffee begrüßt. Das Highlight ist aber definitiv die große Eckbadewanne, die gleich mal mit heißem Wasser gefüllt wird. So lässt sich’s aushalten! ;-)
Gut ausgeschlafen machen wir uns auf zum Blyde River Canyon mit Abstechern die „Pinnacles“, „God’s Window“, „Bourke’s Luck Potholes“ oder „Three Rondavels“ heißen. Superschöne Landschaft bei zum Glück wieder gutem Wetter!
Auf dem Plan steht auch noch Pilgrim’s Rest, eine verlassene Goldgräber-Stadt. Touri-Falle! – so denken wir dann aber – und ziehen weiter nach Hazyview, wo wir deprimierend lange eine günstige Unterkunft suchen. Ein B&B, das uns empfohlen wurde, finden wir erst nach endloser Fahrerei. Es entpuppt sich dann aber vor Ort als überteuerte Abzock-Bude im Knast-Style, natürlich ohne Frühstück. Wegen zusätzlich aufkommenden starken Hungergefühls gibt es fast noch den ersten Ehekrach. Wir geben nicht auf und finden das „OTJ Pride„, ein gemütliches Hotel zum B&B-Preis. Wir sind spät dran, das Restaurant hat schon zu. Wenn sie geahnt hätten, daß wir beim Rumpsteak brutzeln das ganze Erdgeschoss ausräuchern, hätten sie uns die Küche wohl nicht überlassen…
Am nächsten Morgen fahren wir in den Krüger-Nationalpark. Am westlichen „Numbi-Gate“ kaufen wir uns eine „Wildcard“, damit haben wir nun Eintritt in alle Nationalparks in Südafrika! Leider sind die Übernachtungs-Camps im Park total ausgebucht, daher fahren wir abends wieder aus dem Park raus zurück nach Hazyview. Die nächsten 4 Tage heißt es: Safari total!!! Die meisten Touris kommen nur mit dem Ziel die „Big Five“ zu sehen – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Auf die sind wir natürlich auch sehr gespannt, aber wir freuen uns auch über viele verschiedene Antilopen, mit teilweise beeindruckenden Hörnern, Giraffen, Zebras, Geier, Adler und sogar mehrere seltene (im Krüger meldepflichtige) Hornraben. Beeindruckende Begegnung mit dem wilden Afrika! Im Park gibt es ein Tempolimit von 40 km/h auf den unbefestigten Straßen (hier wird auch geblitzt!), empfohlen wird auf jeden Fall die „langsame Fahrt“ um mehr zu sehen. Das machen wir auch so, müssen dann aber jeden Tag trotzdem wieder mit der „schnellen Fahrt“ aus dem Park raushetzen. Wir haben jeden Abend wieder „Torschlusspanik“ da wir es vor lauter Tieren die sich noch in der untergehenden Sonne alle zeigen wollen jedes Mal fast nicht mehr vor rechtzeitig bis zum Gate schaffen (17:30 Uhr). Am Gate wird beim Verlassen des Parks der Kofferraum überprüft, die Wilderei ist ein grosses Problem im Krüger.
Am 3. Tag haben wir Glück und bekommen kurzfristig einen Bungalow im Satara Restcamp. Dort machen wir eine Sunset-Tour mit. Im offenen Geländefahrzeug frieren wir uns fast die Nasen ab. Aber immerhin sehen wir dank Such-Scheinwerfern einige Tiere, die man tagsüber nicht zu Gesicht bekommt: einen Wildhund, eine Wildkatze, eine Manguste , viele Hasen und sogar einen seltenen Serval. Etwas unheimlich, wie die Tiere mit Ihren Augen zurückstrahlen, aber so sind sie auch besser zu entdecken.
Tags darauf geht’s um 05:00 Uhr auf eine Sunrise-Tour. Hoffentlich lohnt sich das frühe Aufstehen… Und wie es sich lohnt: Keine zwei Kilometer außerhalb vom Camp liegen doch tatsächlich 5 Löwen direkt an der Straße. Juhuuuu! Die liegen da faul und vermutlich vollgefressen rum und gähnen in unsere Kamera. Ein paar Meter weiter nochmal 2 Löwen – mit Kinderwunsch ;o} Das fängt ja schon mal gut an! Und noch ein Stück weiter schleicht sich 10 Meter von der Straße ein Leopard durchs Gras. Der war aber wohl noch hungrig, denn Stillstehen fürs Foto war nicht drin. Daher gibt’s nur ein „unscharfes“ Bild. Aber unglaublich was für ein Glück wir haben! Damit haben wir die Big 5 komplett! ;-) Eine Tüpfel-Hyäne kreuzt auch noch unseren Weg und läuft eine Zeitlang neben dem Auto her.
Auf dem Weg zum Crocodile-Gate ganz im Süden sehen wir noch ganz viele Hippos. Eines liegt ganz faul am Ufer eines Flusses, keine 2 m entfernt und blinzelt uns an. 10 m vor dem Ausgang verabschiedet uns noch ein Elefant… und damit ist das Abenteuer Krüger-Nationalpark beendet!
Hier das ganze Album:
[hr]Das hätten wir auch gern live gesehen:httpv://www.youtube.com/watch?v=LU8DDYz68kM
Hallo Ihr Zwei,
die Tieraufnahmen sind echt der absolute Hammer. Wie habt ihr denn die hinbekommen? Hanni ist ja auch nicht schlecht im fotografieren, aber diese Bilder sind extra Klasse !!!
LG und noch ganz viel Spaß!!!
Ursula
Wahnsinnig schöne Bilder.. da kann man schon neidisch werden… Da wären auch schon ein paar Kandidaten für mein gewonnenes Bild dabei.
Gibt’s da unten eigentlich auch wilde Erdmännchen??
Grüßle Silvia und Flo