Flitterjahr Liane & Florian

Wo stecken die beiden eigentlich gerade?

Ganz schön tief gesunken…

26. Juli 2011 | Allgemein, Südafrika

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Am nächsten Tag fahren wir viele, viele Kilometer bis zu den Nördlichen Drakensbergen nach Bergville. Dort übernachten wir in einem Chalet auf einem Campingplatz, es wird ziemlich kalt nachts. O-Ton der Besitzerin: „Aber ihr seid aus Deutschland, dann kennt ihr das ja!“ ;-) Abends machen wir unser erstes Braai (der Nationalsport der Südafrikaner, Braai-Stellen gibt’s hier überall – bei uns heißt das einfach BBQ). Als das Fleisch zu riechen ist, kommt die riesige schwarze Dogge der Besitzer vorbei und kuckt uns mit großen, hungrigen Augen an…

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir am nächsten Tag in den Royal Natal National Park um das berühmte „Amphitheater“ zu sehen und dort zu wandern. Die Wanderung von insgesamt 6 h soll uns bis zu den Tugela Falls führen. Dank mieser Wegbeschreibung und Beschilderung wird da aber leider nix draus! Schön war’s trotzdem!



Nach einer weiteren Nacht im Chalet (inkl. Wäscheservice: unsere Klamotten sind gewaschen, gebügelt und zusammengelegt!) fahren wir dann in den Süden nach Durban. Die Stadt gefällt uns allerdings nicht so wahnsinnig gut, deshalb bleiben wir nur 2 Tage dort. Wir gehen ins Kwa Kuhle Museum, in dem die Apartheid-Geschichte dargestellt wird, ist allerdings relativ langweilig gemacht und arg viel zu sehen gibt’s auch nicht. Nachmittags machen wir eine Oriental-Tour mit Sabelo, inkl. Besuch einer Moschee und Bezirken in die wir so wohl eher nicht gegangen wären. Außerdem besuchen wir eine ehemalige kath. Kirche, in der zunächst ein Nachtlokal und nun ein Supermarkt untergebracht ist. Sachen gibt’s!




Das Banana-Backpacker ist ziemlich heruntergekommen und dafür definitiv zu teuer, deshalb wechseln wir für 10 € mehr 400 m weiter in das Bayside Hotel. Es wird deutlich davon abgeraten bei Dunkelheit noch draussen rumzulaufen, daran halten wir uns lieber mal, bestellen uns Pizza aufs Zimmer und gehen früh ins Bett.

Im Backpacker lag ein Prospekt über die „Aliwal Shoal“ in Umkomaas in der Nähe von Durban. Da dies als einer der besten Tauchspots Südafrikas angepriesen wird, beschließen wir am nächsten Tag gleich mal dort hin zu fahren und Tauchen zu gehen! Dort gibt es anscheinend auch viele Haie…

Das Dive-Center ist direkt am Meer und die Leute sind supernett. Wir buchen zwei Ocean-Dives für den nächsten Tag und übernachten auch dort. Den Tag verbringen wir in Scottbourg am Strand, zum Schwimmen ist es uns aber zu kalt. Wir verbringen einen lustigen Abend mit Yvonne und Raphael, zwei Schweizern die auch im Aliwal Dive-Center übernachten, im Sabastian‘s, einem schönen Restaurant. Das Essen ist superlecker, aber ganz schön scharf!

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen – um 6:30 Uhr geht’s los! Nachdem wir mit Hilfe unseres Dive-Masters Dean (20 Jahre jung) unsere Ausrüstung zusammengetragen haben geht’s mit Raphael und einigen anderen Südafrikanern raus aufs offene Meer. Der erste Dive heißt „Raggies Cave“ und geht auf 22 m Tiefe (moment mal, dürfen wir so tief überhaupt?) vorbei an einer Höhle in der ganz viele „Ragged Tooth Sharks“ sind. Diese sind aber für Menschen ungefährlich. Tipp von Raphael: Falls ein Hai zu nahe kommt und einen mal „probieren“ möchte, einfach die Flosse oder zur Not auch den Arm anbieten. Na, ganz toll! Und tatsächlich schwimmen einige dieser beeindruckenden Tiere um uns herum. Der größte misst ca. 2,80 m. Die meisten bleiben aber in der Höhle. Außerdem sehen wir wieder ganz viele bunte Riff-Fische in allen Größen und Farben, außerdem zwei verschiedene Arten von Meeresschildkröten und schwarz-weiß-gefleckte Muränen. Nach fast 1 h war die Luft aufgebraucht und wir haben angefangen zu frieren – bei 20° C Wassertemperatur kein Wunder. Oben werden wir vom Boot eingesammelt und Liane wird erst mal schlecht von dem Geschaukel… Der zweite Dive führt uns zum „North Sands“. Wir sehen wieder viele Fische, Meeresschildkröten und einen riesengroßen schwarz-gepunkteten Rochen. Echt cool! Nach einer langen, heißen Dusche gibt’s im Dive-Center ein tolles Frühstück mit Rührei und gebratenem Speck.




Da die Wettervorhersage nicht so toll aussieht, beschließen wir zusammen mit den Schweizern weiterzufahren in Richtung Coffee Bay. Unterwegs fängt es an zu regnen und es gibt Nebel mit Sichtweite unter 5 m, so dass wir an Coffee Bay vorbei fahren und uns schließlich, als es dazu auch noch dunkel wird, in Port Edwards ein Cottage suchen. Dort gibt’s Braai mit Gemüse. Die Jungs sind fürs Feuer zuständig, kein Vergnügen bei dem Regen.

Am nächsten Morgen geht’s bei Sau-Wetter weiter bis kurz vor East London. Dort übernachten wir in einem schönen Cottage auf einer Pferde-Farm mit 9 Hunden. Ein Windhund hört auf den Namen Rubens (Barrichello), das passt ja! Im Restaurant 2 km weiter essen wir leckere Steinofen-Pizza. Als Dessert kaufen wir im Liquor Store eine Flasche Wodka, gemischt mit einem schlechten (reconstituted concentrate!), einem mittelschlechten O-Saft und einem UNO-Spiel wird daraus ein lustiger Sauf-Spiel-Abend. Die Wettervorhersage für die Küste ist immer noch schlecht. Auf kaltes Regenwetter haben wir aber mal überhaupt keine Lust, deshalb schmieden wir Plan B: Wir fahren kurzerhand zusammen in die Kalahari! Dazu mehr im nächsten Bericht…


Hier das ganze Album:

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