Schönste Stadt Südamerikas – Sucre!
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Endlich wieder richtig durchschnaufen, denn Boliviens Hauptstadt Sucre liegt nur noch auf 2800 m! Sucre gilt mit seinen vielen gut erhaltenen Kolonialgebäuden als eine der schönsten Städte Südamerikas, die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe. Am Busterminal angekommen nehmen wir ein Taxi zum Plaza Mayo 25 und suchen uns ein Hostel. Diesmal dauert’s etwas länger, aber dann bekommt das „Hostal Libertad“ den Zuschlag. Wir laufen gleich los und kucken uns ein paar Kirchen und Gebäude an und essen dann im „Joy Ride Café“ ein Pique Macho. Die „Happy-Hour für Nachtisch“ verpassen wir leider um zwei Minuten, Florian hat sich in der Zeit verschätzt. Und die Desserts haben richtig gut ausgesehen am Nebentisch! Gerade als wir am Hostel ankommen, hören wir laute Blasmusik und wildes Herumgeschreie. Da biegt auch schon eine lustige Parade um die Ecke, hier wird jeder Anlass genutzt um zu feiern, dieses Mal das Jubiläum der Universität Sucre. Auf jeden Fall laufen alle grell verkleidet herum und haben ihren Spaß, wir laufen ein ganzes Stück mit.
Heute steht eine Stadttour an. Bewaffnet mit einem Plan auf dem alle Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind machen wir uns auf den Weg. Nachdem das Frühstück mehr als schlecht war (komischer Kaffee, am Tag vorher getoasteter Toast und seltsame Brötchen), trinken wir zur Stärkung erst mal einen frischgepressten O-Saft für umgerechnet 30 Cent. Es gibt unzählige Kirchen in Sucre (die meisten sind leider geschlossen) und viele schöne, alte Gebäude. Ein bisschen andalusisches Flair. Im Park „Simon Bolivar“ gibt es Essensstände und wir probieren zum Frühstück nochmal Papas Rellenas, die knusprige Kartoffelfrikadelle, diesmal mit Zwiebelsoße drüber. Mjam! So gestärkt bummeln wir weiter durch die Stadt. Um die Plaza Mayo 25 ist immer viel los, die Straße wird gerade stückchenweise neu geteert und es ist gerade eine große Demonstration im Gange gegen den Bau einer geplanten Straße durch ein Naturschutzgebiet in Bolivien. Einige campen sogar vor dem Rathaus! Um die Mittagszeit beschließen wir Siesta zu machen. Aber vorher müssen wir was essen! Direkt in der Nachbarschaft unseres Hostels ist ein großer Markt, der „Mercado Central“, unten drin gibt es unzählige Gemüse-, Obst- und sonstigen Stände und oben viele Essensstände. Die meisten verkaufen aber das gleiche: Suppe mit Nudeln, Gemüse und Hühnerfüßen, Hühnchen gebacken, Chorizo-Würste, Salat und ein pikanter Rindfleisch-Gemüse-Mix mit Nudeln. Wir essen ziemlich gerne auf solchen Märkten mit den Einheimischen, man sieht gleich was man bekommt, es geht schnell und es schmeckt meistens sehr lecker! Und entsprechend günstig ist es auch noch, was will man also mehr?! Nach der Siesta bummeln wir einfach noch ein bisschen durch die Straßen und gehen dann im „Cafe Florin“ essen. Wieder bolivianisch: Quinoa mit Fisch und Pique Macho. Abends dann nochmal Parade, die sind wohl gestern mit dem Feiern nicht fertig geworden…
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Heute lassen wir das Frühstück gleich weg und buchen den Bus für Abends nach La Paz. Dann kucken wir uns die restlichen Sehenswürdigkeiten an. Vom „Plaza de La Recoleta“ hat man laut Reiseführer den schönsten Ausblick auf Sucre. Es ist ganz schön anstrengend die steile Straße hochzulaufen, aber es lohnt sich! Hier ist gerade eine Klasse auf Schulausflug, einige Mädels wollen sich unbedingt mit Florian ablichten lassen. Na wenn’s mehr nicht ist… Hier gibt es auch ein gemütliches Café, das kommt uns gerade recht und wir machen eine kleine Pause. Zurück in der Innenstadt essen wir nochmal auf dem Markt. Weiter geht’s zur Kirche „San Felipe Neri“, an die eine Schule angeschlossen ist. Nach Unterrichtsende um 14:30 Uhr kann man hier an einer unscheinbaren Holztür anklopfen, um Zugang zu Innenhof und Kirchturm, bzw. Kirchendach zu bekommen. Das muss man aber auch wissen, den Eingang findet man sonst nicht! Wir zahlen einen Euro Eintritt und sind quasi die einzigen Touris. Ein wunderschönes Gebäude! Ein riesiger Innenhof mit Brunnen, außenherum Gänge, von denen die Klassenzimmer abgehen. Wir dürfen sogar aufs Dach der Schule und der Kirche. Von hier hat man einen super Blick über Sucre! Dann haben wir auf unserem Plan (fast) alles abgehakt und beschließen, dass wir eine kleine Erfrischung verdient haben, zudem ist es richtig heiß geworden. Wir gehen nochmal ins Cafe Florin, hier wird gerade das EM-Quali-Spiel Deutschland-Türkei übertragen. Bei einer kühlen Cola kucken wir ein bisschen zu, bis wir zum Hostel zurückgehen und dann mit dem Taxi zum Busbahnhof fahren. Wir haben einen Schlaf-Bus mit der Gesellschaft El Dorado gebucht, umgerechnet 14 € für eine ca. 750 km lange Strecke… Zu Essen gibt’s diesmal nix, aber wir haben zum Glück noch Knabberzeugs mit dabei. Nach ca. 1 ½ h hält der Bus dann mitten im Nichts. Zuerst denken wir, da kommen halt noch ein paar Leute dazu, aber als der Halt dafür zu lange geht kucken wir mal nach. Der Bus ist hochgebockt, die Vorderräder stehen auf Steinen?! Ein Typ im Overall liegt halb unter dem Bus und leuchtet mit einem Handy in Richtung Vorderachse. Hinter uns hat ein anderer Bus angehalten, der Busfahrer holt von dort irgendwelche Sachen… In der Zwischenzeit nutzen alle Passagiere den Halt um sich ein bisschen die Beine zu vertreten und hinter den Büschen aufs Klo zu gehen, da die Toilette im Bus ohne irgendeinen Hinweis einfach abgeschlossen ist. Schließlich ist klar: Der Federbalg der Luftfederung ist undicht. Zufälligerweise hat der andere Bus wohl eine zum Ersatz dabei und die wird schnell ausgetauscht. Nochmal korrigiert. Und dann kann es weitergehen. Im Bus kommen die gesammelten Filme von Dolph Lundgren! In Spanisch natürlich. Aber das Geballer versteht man auch so. Die Nacht wird daher relativ unruhig, zumal der Bus auch noch ständig Kurven fährt und man auf seinem Sitz hin- und herrollt…
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Hier das ganze Album: