Flitterjahr Liane & Florian

Wo stecken die beiden eigentlich gerade?

Adrenalinrausch auf der Bloukrans Bridge

11. August 2011 | Allgemein, Südafrika

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Über Nacht ist leider das schlechte Wetter zurückgekehrt, deshalb fahren wir weiter in Richtung Plettenberg Bay. Einen Zwischenstopp legen wir an der Bloukrans Bridge ein, mit 216 m kann hier der höchste Bungee-Jump der Welt gemacht werden. Wir kucken ein paar Jumpern zu, wie sie sich in die Tiefe stürzen. Nix für uns! Ein paar Kilometer weiter besuchen wir das „Monkeyland“. Hier lebt eine bunte Mischung von Affen, die entweder mal als Haustiere gehalten wurden oder durch Verletzungen nicht mehr in freier Wildbahn überleben könnten. Aber hier geht’s ihnen wohl ganz gut, sie haben Platz – ein riesiger Wald in dem sie herumtoben können und das Essen bekommen sie quasi auf dem silbernen Tablett serviert. Durch die Baumwipfel führt die angeblich längste Hängebrücke Afrikas. Von hier aus kann man die Tiere gut beobachten. Direkt daneben ist ein Stück Urwald komplett mit Netzen überspannt worden, das „Birds of Eden“, ein Freiflug-Vogelschutzgebiet mit einer riesigen Vielfalt an afrikanischen und exotischen Vögeln. Sehr großzügig angelegt, man hat nicht das Gefühl, dass die Tiere hier eingesperrt sind. Die Kakadus sind sogar ziemlich zutraulich. Das Wetter wird nicht besser, deshalb fahren wir weiter und suchen uns in Plettenberg Bay dann eine Unterkunft. Wir wählen den „Amakaya Backpackers“ – freundlich, gepflegt und die dritte Nacht gibt’s sogar für umsonst!

Heute steht nochmal eine ausgiebige Wanderung an: ca. 10 km, einmal rund um den Robberg, eine Halbinsel südlich von Plett. Nach einem gemütlichen Frühstück im Café geht’s los. Am Tor bekommen wir eine kleine Info-Karte, dort sind die schwierigen Stellen mit Totenköpfen eingezeichnet! Zuerst geht es steil bergauf, dann ziemlich lange oben am Kamm entlang mit traumhaften Aussichten auf den indischen Ozean. Um den Robberg herum gibt es, wie der Name schon sagt, eine große Robben-Kolonie. Um die 5000 Tiere leben hier. Wir sehen ihnen beim Schwimmen und Wellensurfen zu. Da wir quasi die einzigen Wanderer sind, wandern wir bald „oben ohne“ (also Liane schon noch im Bikini-Oberteil).  Bei „The Point“ an der Spitze der Insel nehmen wir versehentlich den falschen Weg und wundern uns über das viele Gestrüpp. Zum Teil können wir nur gebückt laufen, Limbo ist angesagt! Wir landen schließlich mit einigen Kratzern am Leuchtturm. Definitiv kein offizielles Wanderziel! Was uns natürlich nicht davon abhält dort einen kleinen Mittagsschlaf einzulegen. Dann geht’s wieder zurück auf den richtigen Weg, auf dieser Seite ist eine Steilküste, wir laufen unten am Wasser entlang, müssen immer wieder über Steinhaufen klettern.  Insgesamt sind wir ca. 5 h unterwegs und sehen 3 andere Leute. Die Wanderung am Robberg ist mit Sicherheit eine der schönsten in Südafrika!

Tags darauf haben wir über den Backpacker eine Kayak-Tour auf dem Meer zu der Seehunde-Kolonie gebucht, leider wird nix draus. Das Wetter sieht zwar echt gut aus, aber die Wellen sind leider zu hoch. Daher müssen wir ein Ersatzprogramm finden. John, der Besitzer des Backpackers, empfiehlt uns unbedingt den Bungee-Jump zu machen. Einmalige Chance – wenn wir schon hier sind und es nicht machen, würden wir es unser ganzes Leben lang bereuen. Wir wissen, daß er recht hat. Wir machen uns also auf den Weg zur Bloukrans Bridge und lassen zur Einstimmung „Jump“ von Van Halen laufen. Lassen uns wiegen, unterschreiben einen Haufen Erklärungen (hoffentlich haben wir dabei keine Waschmaschine gekauft!) und bekommen Gurte angelegt. Zusammen mit zwei ziemlich nervösen Engländerinnen geht’s über den Catwalk (ein Metallgitter unterhalb der Fahrbahn) zum Absprungpunkt in der Mitte der Brücke. Wir opfern uns und springen zuerst. Dann geht’s ruck-zuck. Noch mehr Gurte angelegt. Sicherheitscheck. Und dann heißt es: 5, 4, 3, 2, 1, Bungee! Und ab geht’s im freien Fall laaaaaaange 7 Sekunden ca. 180 m nach unten. Waaaaaah! Dann die Erleichterung: das Bungee-Seil hält. Uff! Nach dem Auspendeln wird man unten wieder „abgeholt“. In Sitzposition geht’s dann nach oben zurück auf die Brücke… Geschafft! Im Shop gibt’s dann das Video dazu zu sehen (und zu kaufen), sieht aber doch etwas verkrampfter aus als gedacht. ;-)

So hat das Ganze ausgesehen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=utNpDuC7xmE

httpv://www.youtube.com/watch?v=PpORcXQ8FTY

Danach haben wir uns etwas Ruhe verdient und wir machen noch einen Abstecher ins Nature‘s Valley. Dort machen wir am Strand Mittagspause und kucken den Wellen zu. Wir fahren zurück nach Plettenberg Bay, im „Plett Game Reserve“ haben wir eine Horse-Safari gebucht. Wir sind die einzigen Gäste und bekommen einen Guide für uns alleine und schon geht’s los. Unsere Pferde heißen „Chestnut“ und „Cheetah Buck“. Keine 300 m weiter heißt es schon Stopp. Drei Breitmaulnashörner grasen direkt vor uns. Wow. Das sind echt Riesen-Viecher! Leider haben sie keine langen Hörner. Weil sie sonst zu interessant für Wilderer wären, bekommen sie die ab und zu gestutzt. Die Tiere nehmen einen auf dem Pferd nicht als Mensch wahr und fliehen daher nicht. So kommt man richtig nah an sie dran. Weiter geht’s. Es gibt hier viele verschiedene Antilopen-Arten. Am Wasserloch sehen wir fünf Hippos, unter anderem ein ganz Kleines. Süüüß! Gerade 4 Monate alt, wie unser Guide Robert erklärt. Ein Stück weiter am Waldrand stehen drei Giraffen, auch hier kommen wir bis auf ein paar Meter heran. Vorbei an unzähligen Zebras geht’s zu den Krokodilen. Diese sind allerdings in einem Bereich um ein Wasserloch herum eingesperrt. Zum Abschluss sehen wir dann sogar noch ein „neues“ Tier, welches wir noch auf keiner unserer bisherigen Safaris gesehen haben: das Eland, die größte Antilope Südafrikas. Bzw. wir sehen gleich eine ganze Herde mit einem riesengroßen Männchen und vier Baby-Elands. Außerdem gibt’s hier noch drei „Golden Wildebeest“, eigentlich normale Gnus, aber Albinos mit hellem Fell. Lustig! Als Belohnung für den erfolgreichen Jump gehen wir abends in ein schönes mosambikanisches Restaurant, das „L&M’s“ in Plettenberg Bay.

Hier das ganze Album:

Comments

  1. Seid ihr denn verrückt! 216 m. Fck!!! Ich habe die Witze über „in der Holzkiste zurückkommen“ noch nicht verkraftet, aber ihr wollt das wohl ein bisschen provozieren?

    Hatte ich euch erzählt, dass ich neulich stolz war mich in 17 m Höhe begeben zu haben? Vergesst es es einfach wieder…nicht so wichtig :)

    Ach und Flo – beim Reiten Brust raus und aufrecht sitzen, sonst sieht’s aus wie ein Wassersack der durch die Steppe reitet ;)

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